Neu in der Schweiz - Diese 3 Dinge musst du zuerst erledigen
Autor: Robin Veit Erstellt am: 16.11.2025
Einleitung
Die ersten Wochen und Monate in der Schweiz sind für viele ein spannender, aber auch herausfordernder Abschnitt. Ich erinnere mich noch gut an meine eigenen ersten Schritte: neue Regeln, viele Behördengänge und gleichzeitig die Freude, endlich angekommen zu sein. Genau diese Mischung aus Bürokratie und Abenteuer macht den Anfang so besonders.
Als jemand, der in der Schweiz geboren wurde, in Deutschland studiert hat und nun hier seinen Berufseinstieg erlebt, kenne ich beide Seiten – das Gefühl, neu anzukommen, und gleichzeitig die Fragen, die sich im Alltag stellen. Immer wieder werde ich gefragt: „Was muss man eigentlich alles erledigen, wenn man in die Schweiz zieht?“
In diesem Beitrag möchte ich dir nicht nur eine klare Übersicht geben, sondern auch meine persönlichen Erfahrungen teilen. Ich zeige dir, welche Schritte wirklich wichtig sind, wo man leicht ins Stolpern geraten kann und welche kleinen Tipps dir den Alltag erleichtern. Denn ein guter Start ist die halbe Miete – und mit etwas Vorbereitung kannst du die ersten Wochen entspannt und erfolgreich meistern.
1. Anmeldung beim Einwohneramt
Der allererste und wichtigste Schritt nach deiner Ankunft ist die Anmeldung beim Einwohneramt deiner Gemeinde. Innerhalb von 14 Tagen musst du dich dort registrieren. Dabei erhältst du deine Aufenthaltsbewilligung (z. B. B-Bewilligung für EU/EFTA-Bürger).
Was du brauchst:
Reisepass oder Personalausweis
Mietvertrag oder Wohnungsnachweis
Arbeitsvertrag (falls vorhanden)
Passfoto für die Bewilligung
Persönliche Erfahrung: Als ich mich in Kreuzlingen anmeldete, war ich überrascht, wie genau die Unterlagen geprüft wurden. Ich hatte zum Glück alles vorbereitet, aber andere vor mir mussten mehrfach wiederkommen. Mein Tipp: Mach dir eine Checkliste und bringe lieber zu viele Dokumente als zu wenige. Außerdem lohnt es sich, früh einen Termin zu vereinbaren, da die Ämter gerade zum Monatsanfang sehr ausgelastet sind.
2. Krankenversicherung abschließen
In der Schweiz gilt eine strenge Versicherungspflicht: Innerhalb von drei Monaten nach deiner Anmeldung musst du eine Krankenkasse wählen. Die Grundversicherung ist überall gleich geregelt, aber die Prämien unterscheiden sich je nach Anbieter und Wohnort.
Wichtige Punkte:
Grundversicherung ist Pflicht, Zusatzversicherungen sind freiwillig.
Prämien variieren stark – ein Vergleich lohnt sich. Link: Comparis
Franchise (Selbstbehalt) und Modell (Hausarzt, Telmed, HMO) beeinflussen die Kosten.
Persönlicher Tipp: Ich habe mir am Anfang Zeit genommen, verschiedene Krankenkassen zu vergleichen. Dabei habe ich festgestellt: Es lohnt sich, nicht nur auf den Preis zu schauen, sondern auch auf die Servicequalität. Bei meiner Kasse konnte ich vieles digital erledigen, was mir als Berufseinsteiger enorm geholfen hat. Mein Tipp: Nutze Vergleichsportale und sprich mit Kolleg:innen oder Freunden – oft haben sie wertvolle Empfehlungen.
Meine Erfahrung CSS, Atrupi… schnelle Erhöhungen, Erfahrung niedrige Franchise, Achtung: Unterschied zu Deutschland!
3. Bankkonto eröffnen
Ein Schweizer Bankkonto ist unverzichtbar, da dein Gehalt in der Regel nur auf ein Konto in der Schweiz überwiesen wird. Außerdem erleichtert es den Alltag enorm – von Mietzahlungen bis zu Versicherungen.
Wichtige Punkte:
Kontoeröffnung erfordert Ausweis und Aufenthaltsbewilligung.
Viele Banken bieten spezielle Pakete für Berufseinsteiger oder Zuzügler.
Online-Banking ist Standard, aber Filialen sind praktisch für Beratung.
Persönliche Erfahrung: Ich habe mich für eine Bank entschieden, die sowohl eine Filiale in meiner Nähe als auch eine gute App bietet. Das war für mich die perfekte Kombination: persönliche Beratung, wenn nötig, und digitale Services für den Alltag. Mein Tipp: Achte auf die Gebühren – manche Banken verlangen hohe Kontoführungsgebühren, andere bieten kostenlose Modelle für junge Berufseinsteiger
Deine Checkliste!
Fazit & Kontakt
Die ersten Wochen in der Schweiz können herausfordernd sein, aber wenn du dich auf die drei wichtigsten Schritte konzentrierst – Anmeldung beim Einwohneramt, Krankenversicherung abschließen und Bankkonto eröffnen – hast du die Grundlage für einen erfolgreichen Start gelegt.
Mit guter Vorbereitung, einer klaren Checkliste und dem Austausch mit anderen Zuzüglern oder Grenzgängern vermeidest du unnötigen Stress. Mein persönlicher Tipp: Erledige die Formalitäten so früh wie möglich, dann kannst du dich schneller auf die schönen Seiten des Lebens in der Schweiz konzentrieren.
Falls du weitere Fragen hast oder gerne meine Meinung zum Thema Krankenkasse in der Schweiz oder sonstigen finanziellen Themen hast, schreib mir gerne!
