Thema: Erfahrungsberichte

finpension Erfahrungsbericht (2026): Lohnt sich die Säule 3a für Deutsche?

Von Robin Veit | Veröffentlicht am: 18. Oktober 2026 | Lesezeit: ca. 12 Min.
finpension Erfahrungsbericht Säule 3a für Auswanderer in der Schweiz

Das Thema private Altersvorsorge über die Säule 3a gehört für Auswanderer in der Schweiz zu den wirkungsvollsten Stellschrauben, um die persönliche Steuerlast spürbar zu senken und gleichzeitig ein langfristiges Vermögen aufzubauen. Wer als Zuzügler das Schweizer Vorsorgesystem einmal verstanden hat, möchte den jährlichen Höchstbetrag von über 7'000 CHF natürlich nicht ungenutzt auf einem verzinsten Sparkonto liegen lassen, sondern maximal renditestark anlegen.

Doch bei vielen traditionellen Schweizer Banken und Versicherungsgesellschaften wartet eine dicke Bremse auf motivierte Sparer: Hohe laufende Verwaltungsgebühren und eine starre Anlagepolitik schlucken über die Jahrzehnte hinweg beträchtliche Summen an Rendite. Zudem wird Anlegern oft eine Anlagestruktur aufgedrängt, die viel zu stark im Schweizer Heimatmarkt gewichtet ist.

In diesem finpension Erfahrungsbericht zeige ich dir, wie das Schweizer Fintech die private 3a-Vorsorge digitalisiert hat, warum finpension gerade für junge Auswanderer mit langem Anlagehorizont extrem attraktiv ist und wie du bei der Depoteröffnung mit dem richtigen Code direkt Startguthaben mitnimmst.

Aus meiner Erfahrung

Ich nutze finpension nun seit etwa drei Monaten (seit Juni dieses Jahres) für meine eigene Säule 3a und bin extrem zufrieden. Der Wechsel war für mich eine sehr bewusste Entscheidung: Zuvor hatte ich meine 3a-Vorsorge bei einer klassischen Filialbank. Mit wachsendem Guthaben störten mich dort die hohen prozentualen Verwaltungsgebühren jedoch zunehmend – je mehr Ersparnisse sich ansammelten, desto teurer wurde das Depot jeden Monat.

Der entscheidende Grund für meinen Wechsel zu finpension war neben der sehr niedrigen All-in-Gebühr von 0.39 % vor allem die maximale Freiheit bei der Zusammenstellung des Portfolios. Bei vielen Bankprodukten ist man in starr vorgegebene Strategien gedrängt, die einen extrem hohen Schweiz-Anteil ("Home Bias") aufweisen. Das wollte ich für meinen Vermögensaufbau nicht.

Bei finpension kann ich ein Portfolio mit bis zu 99 % Aktienquote fahren und mir meine Bausteine aus hochkarätigen ETFs, Indexfonds und sogar Edelmetallen wie Gold völlig frei zusammenstellen. Ich habe mein Depot so strukturiert, dass ich den weltweiten Aktienmarkt über eine breit gestreute Kombination aus MSCI World und Emerging Markets abbilde. Für mein persönliches Kerninvestment in der Säule 3a ergibt genau diese globale Diversifikation auf lange Sicht am meisten Sinn.

FINPENSION ERFAHRUNGSBERICHT: DAS WICHTIGSTE FÜR DEUTSCHE AUSWANDERER AUF EINEN BLICK
  • Unschlagbar günstige Gebühren: All-in-Fee von nur 0.39 % p.a. – damit gehört finpension zu den preiswertesten und effizientesten 3a-Anbieter der Schweiz.
  • Maximale Aktienquote (99 %): Perfekt für junge Auswanderer mit langem Anlagehorizont, die ihr Vorsorgekapital renditestark am weltweiten Aktienmarkt anlegen wollen.
  • Volle Flexibilität ohne Schweiz-Übergewichtung: Stelle dir dein Portfolio mit globalen Indexfonds (z. B. MSCI World & Emerging Markets) oder Edelmetallen völlig frei nach deinen Wünschen zusammen.
  • Hohe Schweizer Sicherheit: Regulierte Schweizer Vorsorgestiftung, FINMA-konform und als geschütztes Sondervermögen bei etablierten Depotbanken verwahrt.
  • Ideal bei Rückkehr nach Deutschland: Das 3a-Kapital lässt sich bei einem späteren endgültigen Wegzug aus der Schweiz rechtssicher und geordnet auszahlen.
  • Smarte digitale Verwaltung: Vollständige Abwicklung direkt per Smartphone-App – inklusive automatisiertem Sparplan via Dauerauftrag von deinem Schweizer Konto.

1. Warum Säule 3a? Der Rendite- & Steuer-Hebel für Zuzügler

Wer als deutscher Auswanderer in die Schweiz zieht, realisiert schnell: Das Schweizer Vorsorgesystem unterscheidet sich grundlegend von der gesetzlichen Rentenversicherung oder Riester-Modellen in Deutschland. Während die 1. Säule (AHV) und die 2. Säule (Pensionskasse) den Basisbedarf abdecken, dient die Säule 3a als private, staatlich geförderte Vorsorge.

Für junge Berufseinsteiger und Zuzügler ist die Säule 3a der mit Abstand stärkste finanzielle Hebel im Schweizer Alltag. Der Grund dafür liegt in einer unschlagbaren Doppelwirkung aus unmittelbarer Steuerersparnis und langfristigem Zinseszins-Effekt.

1

Direkter Steuerabzug vom Einkommen

Jeden Franken, den du in die Säule 3a einzahlst (bis zum exakten Maximalbetrag von 7258 CHF dieses Jahr und 7’373 CHF ab 2027) , kannst du 1:1 von deinem steuerbaren Einkommen abziehen. Je nach Wohnkanton und Steuersatz bringt dir das jedes Jahr direkt eine Ersparnis von rund 1’500 bis 2’500 CHF ein.

2

Sofortiger Einzahlungsstart mit B-Bewilligung

Wichtig für Zuzügler: Auch wenn du mit einer normalen B-Bewilligung (Aufenthaltsbewilligung B) in der Schweiz lebst und quellensteuerpflichtig bist, kannst du ab Tag 1 deines Arbeitsvertrags voll in die Säule 3a einzahlen. Es gibt keinerlei Wartefrist oder Hürde!

3

Rendite-Boost durch Wertschriften

Wer das Geld nicht verstaubt auf einem Nullzins-Sparkonto einer Bank liegen lässt, sondern über digitale Anbieter wie finpension mit bis zu 99 % Aktienquote investiert, verwandelt die jährliche Steuerersparnis in einen gewaltigen Vermögensmotor über Jahrzehnte.

Wichtig für quellensteuerpflichtige Zuzügler mit B-Bewilligung: Um den Maximalbetrag von 7’373 CHF steuerlich geltend zu machen, reichst du als Quellensteuerpflichtiger einfach einen Antrag auf Nachträgliche Ordentliche Veranlagung (NOV) beim Steueramt ein. Wie dieser Prozess funktioniert, erklären wir dir ausführlich im Ratgeber zur Säule 3a.

2. Wer steckt hinter finpension? Sicherheit, Lizenz & Depotbank

Bei Finanz-Apps und digitalen Vorsorgelösungen stellt sich gerade für Zuzügler zu Recht als Erstes die Frage: Wie sicher ist mein hart erarbeitetes Erspartes? Schließlich vertraut man einem Anbieter bei der Säule 3a langfristig Beträge im vier- bis fünfstelligen Bereich an.

Hinter der App steht die finpension AG mit Sitz im kantonsschwyzerischen Schwyz. Ursprünglich als Spezialist für Freizügigkeitsstiftungen und berufliche Vorsorge im B2B-Bereich gestartet, hat finpension den Schweizer 3a-Markt mit ihrer unabhängigen Säule 3a Vorsorgestiftung finpension komplett revolutioniert.

1

Streng regulierte Vorsorgestiftung

Deine Einzahlungen fließen direkt an die rechtlich eigenständige Säule 3a Vorsorgestiftung finpension. Diese untersteht der Schweizer BVG-Aufsichtsbehörde (OAK BV) und unterliegt den strengen gesetzlichen Rahmenbedingungen des Schweizer Vorsorgerechts (OPP 3).

2

Schutz als Sondervermögen (Insolvenzschutz)

Alle gekauften Wertschriften (ETFs und Indexfonds) werden bei renommierten Schweizer Depotbanken (u. a. Credit Suisse / UBS) verwahrt. Sie gelten rechtlich als Sondervermögen. Das bedeutet: Selbst bei einem theoretischen Konkurs von finpension oder der Depotbank fallen deine Wertpapiere niemals in die Konkursmasse, sondern bleiben zu 100 % in deinem Eigentum.

3

Guthaben auf Schweizer Konten

Der nicht in Wertschriften investierte Cash-Anteil liegt auf Treuhandkonten bei Schweizer Partnerbanken und unterliegt der regulären Schweizer Einlagensicherung.

Praxis-Tipp zum Einzahlen: Um deine Säule 3a bei finpension zu besparen, richtest du am einfachsten einen monatlichen Dauerauftrag von deinem Schweizer Lohnkonto ein. Falls du noch nach dem passenden Konto suchst, wirf einen Blick in unseren umfassenden Guide Schweizer Bankkonto für Deutsche. Ich persönlich nutze hierfür mein Gehaltskonto bei der Schweizer Banking-App Yuh.

3. Meine Erfahrungen nach 3 Monaten finpension

Ich nutze finpension nun seit Juni 2026 – also seit gut drei Monaten – aktiv für den Aufbau meiner persönlichen Säule 3a. Mein Gesamtfazit vorweg: Ich bin mit der Plattform extrem zufrieden und von der Umsetzung absolut überzeugt.

Der ausschlaggebende Grund für meinen Wechsel von meiner alten Filialbank zu finpension war die enorme Flexibilität, die erstklassige Fondsauswahl und die einzigartigen Individualisierungsmöglichkeiten. Während man bei traditionellen Banken oft in starre, teure Standardprodukte gezwängt wird, habe ich bei finpension die volle Kontrolle darüber, wie mein Erspartes am weltweiten Kapitalmarkt arbeitet.

Mein aktuelles Säule 3a Portfolio bei finpension
Echter Einblick: Mein Säule 3a Portfolio bei finpension im Alltags-Check.
Was dich in den folgenden Abschnitten meines Praxistests erwartet:
  • 3.1 Kontoeröffnung & Übertrag: Wie leicht ist die Einrichtung, was braucht man alles, wie lief es bei mir ab und wie lange dauert der Wechsel von der alten Bank?
  • 3.2 Was mir besonders gut gefällt: Meine konkreten Vorteile im Detail – vor allem im direkten Vergleich zu meiner früheren Hausbank sowie anderen Schweizer 3a-Lösungen.
  • 3.3 Kritikpunkte & Nachteile: Ein paar ehrliche Punkte, die man im Alltag vor der Neueröffnung auf dem Schirm haben sollte.

3.1 Kontoeröffnung in wenigen Minuten digital per App

Da finpension als rein digitale Vorsorgestiftung aufgestellt ist, benötigst du für die Eröffnung keinerlei Papierkram. Der gesamte Prozess ist extrem komfortabel gelöst und lässt sich bequem in wenigen Minuten am Smartphone umsetzen.

Was du zur Eröffnung brauchst:
  • ✓ Smartphone (iOS oder Android) mit funktionierender Kamera.
  • ✓ Mobiltelefonnummer: Sehr praktisch für Auswanderer – auch eine deutsche Handynummer wird problemlos für SMS-Codes akzeptiert!
  • ✓ Gültiger Ausweis: Schweizer Identitätskarte/Pass oder ausländischer Pass mit Schweizer Aufenthaltsausweis (z. B. B-Bewilligung für Deutsche).
  • ✓ Zahlungsdaten deiner Hausbank: E-Banking deines Schweizer Kontos (z. B. Yuh) für die erste Überweisung.
  • ✓ Rechtliche Voraussetzung: Du musst ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen in der Schweiz erzielen (oder Arbeitslosentaggeld beziehen).

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Eröffnung:

1

Schritt 1: App laden & Registrierung

Lade die finpension App aus dem App Store oder Google Play Store herunter. Öffne die App, wähle "Registrieren", gib deine Mobiltelefonnummer ein und vergebe ein sicheres Passwort. Du erhältst sofort einen SMS-Code zur Bestätigung deiner Handynummer.

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Schritt 2: Produkt "Säule 3a" wählen & Profil erstellen

Wähle aus den angezeigten Produkten das Thema "Säule 3a" aus. Die App stellt dir nun einige Fragen zu deiner Risikofähigkeit (Anlagehorizont, Erfahrung, Umgang mit Kursschwankungen). Diese Auswertung hilft vor allem Anlegern mit weniger Erfahrung einzuschätzen, welche Aktienquote am besten zu ihrer Persönlichkeit passt.

Basierend auf deinen Antworten schlägt finpension eine passende Strategie vor. Du kannst diesen Vorschlag direkt übernehmen oder deine Strategie und deinen Anlagefokus stufenlos anpassen (bis zu 99 % Aktienquote).

Gutscheincode eintragen: Gib am Ende der Profilerstellung den Promo-Code UM8PYY ein (oder spätestens innerhalb der ersten 24 Stunden in den Einstellungen), um dir deinen 25 CHF Gebührengutschrift-Bonus zu sichern.
finpension Auswahl des Anlagefokus und der Strategie
Abbildung 1: Vorab bestimmst du deinen gewünschten Anlagefokus in der finpension App.
finpension Vorgefertigte Anlagestrategien mit fester Aktienquote
Abbildung 2: Vorgefertigte Anlagestrategien (z. B. Global 80) erleichtern Einsteigern die Wahl der passenden Aktienquote.
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Schritt 3: Identität digital prüfen

Die App fordert dich auf, deinen Ausweis (ID oder Pass) mit der Smartphone-Kamera zu scannen. Die Überprüfung erfolgt in wenigen Augenblicken vollautomatisch digital direkt in der App.

4

Schritt 4: Das erste Portfolio steht bereit

Nach Abschluss der Verifizierung ist dein erstes Säule-3a-Portfolio automatisch eingerichtet und auf dem Dashboard sichtbar.

Pro-Tipp für spätere Jahre: Du kannst bei finpension problemlos bis zu 5 verschiedene 3a-Portfolios parallel führen. Das ist extrem wertvoll, um beim späteren Bezug im Alter durch die gestaffelte Auszahlung spürbar Steuern zu sparen.

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Schritt 5: Die erste Einzahlung tätigen

Dein Konto wird mit dem ersten Geldeingang final aktiviert. Tippe bei deinem Portfolio auf "Einzahlen" und wähle "Einzahlung aktuelles Jahr". Du kannst deinen persönlichen QR-Einzahlungsschein als PDF herunterladen oder IBAN und Referenznummer direkt in dein E-Banking kopieren.

Wie geht es weiter? Sobald das Geld bei der Stiftung eintrifft (1–2 Bankwerktage), verbucht finpension den Betrag. Das Geld wird automatisch am nächsten zweiten Bankarbeitstag der Woche (jeweils am Dienstag) in deine gewählte Anlagestrategie investiert.

🔄 Bestehendes 3a-Guthaben übertragen: So einfach lief es bei mir

Der Wechsel von meiner bisherigen Filialbank zu finpension war denkbar unkompliziert. Du musst dafür keine alten Verträge per Post kündigen: Das benötigte Transferformular findest du direkt in der finpension App unter dem Menüpunkt „Einzahlen“ (oder detailliert beschrieben in der finpension Anleitung Transferieren leicht gemacht).

Du füllst das Dokument digital aus, druckst es kurz aus und sendest es unterschrieben an deine bisherige Bank. finpension fordert das Vorsorgekapital daraufhin automatisch bei der alten Stiftungsbank an. In meiner persönlichen Praxiserfahrung hat der gesamte Übertrag bis zur Gutschrift im neuen Depot circa 2 bis 4 Wochen gedauert – der eigene Zeitaufwand lag dabei unter 5 Minuten!

3.2 Was mir besonders gut gefällt: Unschlagbare Vorteile im Alltag

Der Wechsel zu finpension war für mich eine sehr bewusste Entscheidung. Ausschlaggebend waren vor allem die harten Finanzfakten, bei denen klassische Bankprodukte meilenweit hinterherhinken, gepaart mit einer hervorragenden Benutzererfahrung im Alltag.

✓

0.39 % All-in-Fee

Pauschale Verwaltungsgebühr von nur 0.39 % p.a. (+ MwSt.). Keine versteckten Depotgebühren, Rebalancing-Kosten oder Ausgabeaufschläge.

✓

Bis zu 99 % Aktienquote

Voller Renditemotor für lange Anlagehorizonte. Nur 1 % verbleibt als Bargeld-Reserve zur automatischen Deckung der laufenden Gebühren.

✓

Freie Wahl ohne Schweiz-Bias

Keine erzwungene Übergewichtung des Schweizer Marktes. Du kannst dein Depot strikt global ausrichten (z. B. MSCI World + Emerging Markets).

✓

Institutionelle Fonds (0 % Stempel)

Einsatz steueroptimierter Vorsorgefonds von CS/Swisscanto. 0 % Stempelsteuer und 100 % Rückforderung der US-Quellensteuer auf Dividenden.

✓

Perfekt für App & Desktop

Sehr hohe Benutzerfreundlichkeit. Neben der übersichtlichen Smartphone-App gibt es eine vollwertige Web-App für den Computer-Browser.

✓

Automatisierte Sparpläne

Einrichtung per Dauerauftrag vom Schweizer Girokonto. Eintreffendes Geld wird automatisch wöchentlich investiert und per Rebalancing ausbalanciert.

Flexibel für Einsteiger und erfahrene Anleger

Was finpension in meinen Augen besonders stark macht, ist die Vielseitigkeit für unterschiedliche Anlegertypen:

  • Für Unerfahrene & Einsteiger: Wer sich nicht mit Einzelfonds beschäftigen möchte, wählt einfach eine der vorgefertigten Strategien (z. B. Global 80 oder Global 100). Die App übernimmt die ständige Überwachung, Aufteilung und Nachjustierung komplett automatisch.
  • Für erfahrene Anleger & Optimierer: Im Modus "Selbstbestimmt" hast du Zugriff auf eine riesige Palette an einzelnen Indexfonds, Rohstoffen (z. B. Gold) und Themenbausteinen. Du kannst die Gewichtung bis auf Nachkommastellen genau selbst festlegen.
finpension Einzeltitelauswahl und individuelle Bausteine
Abbildung: Im Modus "Selbstbestimmt" steht dir eine breite Auswahl an institutionellen Fonds und Bausteinen zur Verfügung.

Meine persönliche Anlagestruktur

In meinem eigenen Depot nutze ich genau diese Freiheit: Ich habe mich gegen eine Standard-Lösung entschieden und setze stattdessen auf eine gewichtete Welt-Strategie aus 85 % MSCI World und 15 % Emerging Markets (Schwellenländer). Damit decke ich tausende Unternehmen weltweit ab und vermeide Klumpenrisiken.

Meine individuelle Anlagestrategie bei finpension
Abbildung: Meine gewählte Depotstruktur mit 85 % MSCI World und 15 % Emerging Markets.
Der Zinseszins-Effekt bei den Gebühren: Wer über 30 Jahre hinweg jährlich den 3a-Maximalbetrag anspart, zahlt bei finpension (0.39 % Gebühr) gegenüber einer klassischen Banklösung (1.20 % Gebühr) bei durchschnittlich 6 % Marktrendite über 40’000 CHF weniger an Gebühren. Dieses Geld bleibt zu 100 % in deinem eigenen Vermögensaufbau!

3.3 Was man wissen sollte: Die Kritikpunkte im Alltag

Zu einem ehrlichen und transparenten Erfahrungsbericht gehören auch die Punkte, die im Alltag auffallen könnten. Aus meiner persönlichen Perspektive sind diese Einschränkungen jedoch sehr gering zu gewichten und stellen absolut kein K.-o.-Kriterium dar.

Da mein oberstes Ziel bei der Säule 3a ein langfristiger, renditestarker Vermögensaufbau über Wertschriften ist, fallen die folgenden Punkte im Alltag für mich kaum ins Gewicht:

Mögliche Nachteile & Einschränkungen im Überblick
Fokus

Reines Spezialprodukt (Kein All-in-One Banking)

finpension konzentriert sich konsequent auf Vorsorgelösungen. Wer zwingend sein Girokonto, Debitkarte und 3a-Depot in einer einzigen All-in-One-App haben möchte, greift eher zu Alltagsbanken wie Yuh. Für mich stellt die getrennte Führung hingegen keinen Nachteil dar.

Digital

Vollkommen digitale Abwicklung

Es gibt keine physischen Schalterfilialen vor Ort. Der Kundenservice reagiert digital und kompetent per App und E-Mail. Wer jedoch das persönliche Gespräch mit einem Bankberater sucht, nutzt finpension nicht.

Handel

Wöchentliches Rebalancing

Fondsverkäufe oder Umschichtungen werden wöchentlich ausgeführt. Für eine langfristige Säule 3a mit mehreren Jahrzehnten Horizont ist dieser Handelsrhythmus jedoch völlig ausreichend.

Zinsen

Mässige reine Bargeld-Verzinsung

Das Produkt entfaltet seine volle Stärke beim Investieren in Wertschriften. Wer sein 3a-Guthaben starr und uninvestiert als Bargeld halten möchte, schöpft das Potenzial von finpension nicht aus.

4. Spezialfall für Deutsche: Quellensteuer, NOV & Rückkehr nach Deutschland

Gerade für deutsche Auswanderer, die in den ersten Jahren mit einer Aufenthaltsbewilligung B in der Schweiz arbeiten, entstehen im Zusammenhang mit der Säule 3a häufig Unklarheiten. Viele glauben fälschlicherweise, dass man als Quellensteuerpflichtiger gar nicht einzahlen könne oder von den Steuervorteilen ausgeschlossen sei. Das Gegenteil ist der Fall!

Wer die Spielregeln kennt, sichert sich nicht nur die jährliche Steuerersparnis, sondern profitiert auch bei einer eventuellen späteren Rückkehr nach Deutschland von klaren Vorteilen.

1

Sofortiger Start mit B-Bewilligung

Du musst keine Wartezeit abwarten: Sobald du deinen Schweizer Arbeitsvertrag und Wohnsitz hast, kannst du ab Tag 1 voll in die Säule 3a einzahlen. Für das laufende Jahr liegt der gesetzliche Maximalbetrag exakt bei 7’373 CHF.

2

Steuerabzug per NOV-Antrag

Da die Quellensteuer pauschal von deinem Lohn abgezogen wird, berücksichtigt der Arbeitgeber 3a-Einzahlungen nicht automatisch. Um die Steuerersparnis (oft 1’500 bis 2’500 CHF Rückerstattung) einzustreichen, reichst du beim kantonalen Steueramt einen Antrag auf Nachträgliche Ordentliche Veranlagung (NOV) ein.

3

Strikte Frist beachten (31. März)

Der Antrag auf NOV muss bis spätestens 31. März des Folgejahres beim Steueramt eingehen (eine Fristverlängerung ist nicht möglich!). Wichtig: Wer einmal die NOV beantragt, bleibt für alle Folgejahre in der ordentlichen Veranlagung.

4

Barauszahlung bei Rückkehr nach Deutschland

Verlegst du deinen Wohnsitz später wieder dauerhaft nach Deutschland, kannst du dir das gesamte 3a-Kapital bei der Auswanderung vollumfänglich in bar auszahlen lassen.

5

Steuervorteil durch Stiftungssitz Schwyz

Bei einer Kapitalauszahlung wegen Wegzugs fällt am Sitz der Vorsorgestiftung eine Quellensteuer an. Die Säule 3a Vorsorgestiftung finpension hat ihren rechtlichen Sitz im Kanton Schwyz – dieser weist schweizweit einen der **niedrigsten Quellensteuersätze** auf, was dir bei der Auszahlung bares Geld spart.

Tipp für die Steuererklärung in Deutschland: Hebe dir die jährlichen finpension-Bescheinigungen sowie den Nachweis der Auszahlungssteuer aus der Schweiz gut auf. Bei einer Rückkehr nach Deutschland dient dies als Nachweis gegenüber dem deutschen Finanzamt, um eine unberechtigte Doppelbesteuerung zu vermeiden.

5. Checkliste & Fazit: Warum finpension eine hervorragende Wahl ist

Wer als deutscher Berufseinsteiger oder Zuzügler in die Schweiz kommt, wird schnell von administrativen Aufgaben überschüttet. Die Säule 3a sollte jedoch von Tag 1 an ganz oben auf deiner Prioritätenliste stehen. Warum? Weil du dir damit ab dem ersten Arbeitsmonat erhebliche Steuerabzüge vom Schweizer Staat zurückholst.

Gleichzeitig lohnt sich der genaue Blick auf das gewählte Produkt: Viele Neuankömmlinge lassen sich zu teuren, kombinierten 3a-Lebensversicherungen überreden oder landen bei trägen Filialbanken mit 1.5 % Gebühren und hohem Schweiz-Bias. Solche Kostenfallen vernichten über die Jahrzehnte zigtausende Franken deiner Rendite.

📋 Schnellcheck: Passt finpension zu deinen Anforderung?
✓
Anlagehorizont von 5 bis 30+ Jahren: Du möchtest dein Geld nicht ungenutzt auf einem Zinskonto entwerten lassen, sondern aktiv am weltweiten Aktienmarkt für dich arbeiten lassen.
✓
Fokus auf maximale Rendite (99 % Aktienquote): Bei einem langen Anlagehorizont ist eine hohe Aktienquote historisch die unschlagbare Strategie für echten Vermögensaufbau.
✓
Niedrige & transparente Gebühren: Du suchst nach einer fairen All-in-Fee (0.39 % p.a.) und willst keine unverschämten Depotführungsgebühren zahlen.
✓
Echte Abbildung der Weltwirtschaft: Du willst dein Portfolio ohne erzwungenen Schweizer Home-Bias oder Renditefresser wie unnötige Währungsabsicherungen zusammenstellen.
✓
Vollkommen digitale Flexibilität: Du schätzt eine erstklassige App sowie eine funktionierende Web-Oberfläche am Laptop und brauchst keine Schalterfiliale.
Ergebnis deiner Selbsteinschätzung:

Wenn du mindestens 3 dieser Punkte mit Ja beantwortest: Dann ist finpension eine extrem starke und durchdachte Option für deine private Vorsorge in der Schweiz.

Mein persönliches Fazit nach 3 Monaten Praxistest

Der Schweizer Markt bietet mittlerweile einige sehr gute digitale Vorsorgelösungen – darunter neben finpension auch bekannte Anbieter wie VIAC, Frankly oder die 3a-Lösung von Yuh. Je nach persönlicher Präferenz haben alle diese Plattformen ihre Daseinsberechtigung.

In meinem persönlichen Praxistest hat finpension jedoch auf ganzer Linie überzeugt. Das Produkt schlägt die Brücke zwischen maximaler Einfachheit für Einsteiger und unbegrenzten Anpassungsmöglichkeiten für erfahrene Anleger.

Wer wenig Zeit hat, wählt mit einem Klick eine der vorgefertigten Strategien (wie Global 80 oder Global 100). Wer dagegen wie ich sein Depot gezielt nach eigenen Wünschen bausteingenau zusammensetzen möchte (z. B. 85 % MSCI World und 15 % Emerging Markets), bekommt bei finpension Werkzeuge an die Hand, die eine echte, ungefilterte Abbildung der Weltwirtschaft ohne unnötige Währungsabsicherungen ermöglichen.

Säule 3a bedeutet langer Horizont – und langer Horizont gehört in Aktien. Wer sein Erspartes für die nächsten 10, 20 oder 30 Jahre anlegt, sichert sich mit bis zu 99 % Aktienquote und der tiefen All-in-Fee von 0.39 % einen hervorragenden Zinseszins-Hebel für die eigene finanzielle Unabhängigkeit in der Schweiz.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu finpension & Säule 3a

Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Sicherheit, Steuerbescheinigungen, Kontowechsel und Mehrfach-Portfolios bei finpension.

Ist mein Erspartes bei finpension im Insolvenzfall geschützt?
Ja, dein Guthaben ist rechtlich bestens abgesichert. Deine Vorsorgegelder liegen nicht bei der AG selbst, sondern bei der rechtlich selbstständigen Säule 3a Vorsorgestiftung finpension. Wertschriften gelten als Sondervermögen und werden bei Schweizer Verwahrstellen (Credit Suisse / UBS / ZKB) gehalten. Im Falle einer Pleite fällt dein Kapital nicht in die Konkursmasse, sondern bleibt vollständig in deinem Eigentum.
Kann ich mein bestehendes 3a-Konto von einer Filialbank zu finpension übertragen?
Ja, ein Wechsel ist jederzeit und völlig unkompliziert möglich. Direkt in der finpension App wird ein vorausgefülltes Transferformular erstellt. Du musst dieses lediglich ausdrucken, unterschreiben und an deine bisherige Bank schicken. Die Abwicklung dauert in der Praxis etwa 2 bis 4 Wochen.
Warum ist es sinnvoll, bei finpension mehrere Portfolios anzulegen?
Bei finpension kannst du kostenlos bis zu 5 verschiedene 3a-Unterkonten führen. Das hat einen enormen steuerlichen Vorteil: Bei der späteren Auszahlung im Alter kannst du die Konten über mehrere Jahre gestaffelt auflösen. Dadurch brechst du die Progression der Kapitalauszahlungssteuer und sparst mehrere tausend Franken Steuern.
Wie erhalte ich die Steuerbescheinigung für die Steuererklärung / NOV?
finpension stellt dir jedes Jahr automatisch im Laufe des Januars deine offizielle Steuerbescheinigung für das vergangene Kalenderjahr direkt in der App als PDF-Download bereit. Dieses Dokument fügst du einfach deiner Steuererklärung bzw. deinem NOV-Antrag bei.
Kann ich meine Anlagestrategie oder Aktienquote später wieder ändern?
Ja, du kannst deine gewählte Aktienquote, deinen Anlagefokus oder einzelne Fondsbausteine jederzeit kostenlos in der App anpassen. Das automatische Rebalancing sowie Umschichtungen werden am darauffolgenden wöchentlichen Handelsrhythmus (jeweils am Dienstag) ausgeführt.
Gibt es bei finpension eine Mindesteinzahlung oder einen Mindestsparplan?
Nein, es gibt keine Mindestsummen. Du kannst völlig flexibel ab 1 CHF einzahlen – egal ob du den gesetzlichen Maximalbetrag (7’258 CHF im Jahr 2026) einmalig zu Jahresbeginn überweist oder monatlich per Dauerauftrag ansparst. Ausführliche Details zu den Stiftungsbestimmungen findest du direkt auf der offiziellen 3a-Übersicht von finpension.
Was passiert mit meiner finpension Säule 3a bei einer Rückkehr nach Deutschland?
Wenn du die Schweiz dauerhaft verlässt und deinen Wohnsitz zurück nach Deutschland verlegst, kannst du dir dein Säule 3a Kapital vollumfänglich in bar auszahlen lassen. Da finpension ihren Stiftungssitz im Kanton Schwyz hat, profitierst du dabei von einem der niedrigsten Quellensteuersätze der gesamten Schweiz.
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Robin Veit - Gründer von finanzstart.ch
Über den Autor
Robin Veit

Ich wohne selbst in Kreuzlingen direkt an der Schweizer Grenze und kenne den bürokratischen Aufwand beim Umzug aus eigener Erfahrung. Auf finanzstart.ch teile ich ungeschminkt die praktischen Lösungen, die mir und vielen anderen den Start im Schweizer Finanz- und Alltagsleben erleichtert haben. Mehr Details zu meiner Person findest du auf der Über-mich-Seite.

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