Thema: Ankommen Schweiz

Auto importieren Schweiz: Zoll, Führerschein & Autoversicherung für Deutsche Zuzügler

Von Robin Veit | Veröffentlicht am: 14. September 2026
Auto importieren in die Schweiz – Zoll, Führerschein umtauschen und Autoversicherung für Deutsche

Das eigene Auto mit in die Schweiz zu nehmen, klingt im ersten Moment unkompliziert: Einfach über die Grenze fahren und los geht’s. Doch wer seinen Wohnsitz dauerhaft verlegt, merkt schnell, dass beim Thema Fahrzeugimport strenge Fristen und bürokratische Hürden warten. Wer hier Fehler macht, riskiert teure Nachzahlungen beim Zoll oder verliert im schlimmsten Fall die Fahrerlaubnis.

Vom zollfreien Übersiedlungsgut über die Schweizer Autoversicherung bis hin zur Motorfahrzeugkontrolle (MFK) und dem Umtausch des deutschen Führerscheins gibt es klare Spielregeln. Besonders tückisch: Bei neu angeschafften Fahrzeugen oder deutschen Leasingverträgen drohen böse finanzielle Überraschungen.

In diesem Ratgeber erfährst du Schritt für Schritt, wie du dein Auto korrekt verzollst, welche Schweizer Versicherung du benötigst, wie der Kontrollschilder-Wechsel abläuft und wie du deinen Führerschein innerhalb der 12-Monats-Frist fehlerfrei umtauschst.

Aus meiner Erfahrung

Da ich in Kreuzlingen direkt an der Grenze zu Konstanz wohne, bekomme ich den Fahrzeug-Import und die Hürden deutscher Zuzügler regelmässig aus nächster Nähe mit. Während bei Schweizer Autoversicherungen ein sauberer Vergleich ausreicht, um hunderte Franken zu sparen, liegen die echten Fallstricke beim Import selbst.

Ein Kollege von mir stand kürzlich vor genau diesem Problem: Er wollte seinen in Deutschland geleasten Wagen beim Umzug mit in die Schweiz nehmen. Was ihm die Leasingbank in Deutschland vorher nicht gesagt hatte: Ein Wohnsitzwechsel ins Ausland verstiess gegen die Vertragsbedingungen. Er durfte das Auto nicht immatrikulieren und musste den Vertrag für viel Geld vorzeitig auflösen.

Damit dir solche teuren Anfängerfehler nicht passieren, schauen wir uns jetzt die wichtigsten Regeln für Zoll, Leasing und Versicherung im Detail an.

Autoimport, Zoll & Führerschein: Das Wichtigste auf einen Blick
  • Zollfrei als Übersiedlungsgut: Hast du dein Auto vor dem Umzug mindestens 6 Monate auf dich zugelassen, entfallen die Schweizer Mehrwertsteuer (8.1 %) und die Automobilsteuer (4 %).
  • Autos unter 6 Monaten Vorbesitz (Formular 15.30): Jüngere Fahrzeuge können mit einer Zollbewilligung maximal 2 Jahre unverzollt gefahren werden. Danach werden 4 % Automobilsteuer + 8.1 % MwSt. fällig.
  • CO2-Sanktionen beachten: Bei Neuwagen oder Autos mit unter 5’000 km Laufleistung prüft das BASTRA/BFE mögliche CO2-Strafabgaben vor der Erstzulassung.
  • Schweizer Autoversicherung ist Pflicht: Für die Immatrikulation benötigst du einen elektronischen Versicherungsnachweis. Details zu Pflicht- und Zusatzdeckungen findest du in meinem Schweizer Versicherungs-Guide.
  • 12 Monate Frist für Schilder & MFK: Spätestens ein Jahr nach der Anmeldung im Wohnort muss dein Auto die Motorfahrzeugkontrolle (MFK) bestehen und Schweizer Kontrollschilder tragen.
  • Führerschein-Umtausch ohne Fahrprüfung: Der EU-Führerschein muss innerhalb von 12 Monaten beim Strassenverkehrsamt umgetauscht werden (ein Schweizer Sehtest ist Pflicht).
  • Autobahnvignette ab Tag 1: Für Schweizer Autobahnen benötigst du sofort die Jahresvignette (40 CHF) – wahlweise als E-Vignette oder Klebe-Vignette.

1. Autoimport & Zoll: Die 6-Monats-Regel & Formular 18.44

Wer sein Fahrzeug beim Umzug aus Deutschland mit in die Schweiz bringt, fällt unter das Selbstanmeldeprinzip des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG). Welchen finanziellen Weg dein Auto beim Zoll nimmt, entscheidet eine einzige zentrale Frage: Wie lange war der Wagen vor der Wohnsitzverlegung auf dich zugelassen?

Abgabenfrei (Standard)

Vorbesitz ab 6 Monaten

Das Auto gilt als abgabenfreies Übersiedlungsgut (Formular 18.44). Es fallen keine Einfuhrzölle, keine Automobilsteuer (4 %) und keine MwSt. (8.1 %) an.

Abgabenpflichtig

Vorbesitz unter 6 Monaten

Das Auto gilt als regulärer Import. Es müssen 4 % Automobilsteuer und 8.1 % Schweizer MwSt. bezahlt werden (oder Fristverlängerung via Formular 15.30).

Trifft die 6-Monats-Regel auf dich zu, meldest du dein Fahrzeug am Grenzübertritt mit dem Formular 18.44 (Antrag auf Zollbefreiung) an. Dafür fährst du zwingend an eine besetzte Zollstelle während der regulären Öffnungszeiten für Handelswaren (meist Montag bis Freitag tagsüber).

Am Zoll erhältst du nach der Bearbeitung das wichtigste Schweizer Dokument für deinen PKW: Den Prüfbericht Formular 13.20 A mit der individuellen 9-stelligen Stammnummer. Dieses Papier ist dein offizieller Nachweis der ordnungsgemäßen Einfuhr.

Diese Dokumente musst du am Zoll bereithalten:
  • Ausgefülltes Formular 18.44 (Übersiedlungsgut)
  • Deutscher Fahrzeugschein & Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil I & II)
  • Kaufvertrag oder Rechnung (zum Nachweis des Kaufdatums)
  • Reisepass oder Identitätskarte sowie Arbeitsvertrag / Mietvertrag (als Nachweis der Wohnsitzverlegung)
  • Elektronische Zollanmeldung (e-dec)

2. Die Leasing-Falle & Neufahrzeuge: Teure Ausnahmen vermeiden

Nicht jedes Auto lässt sich reibungslos als gebührenfreies Übersiedlungsgut in die Schweiz überführen. Während die 6-Monats-Regel bei gekauften Gebrauchtwagen der Standard ist, stossen Zuzügler bei geleasten Fahrzeugen und jungen Neufahrzeugen auf Hürden, die schnell mehrere Tausend Franken kosten können.

Aus meiner Erfahrung

Wie schnell das Thema Leasing zum Verhängnis werden kann, durfte ich bei einem guten Kollegen hautnah miterleben. Er hatte sich in der Grenzstadt Konstanz ein Auto geleast und ging davon aus, dass ein späterer Umzug ins direkt angrenzende Kreuzlingen problemlos möglich wäre.

Beim definitiven Schritt über die Grenze kam jedoch das böse Erwachen: Die deutsche Leasingbank verweigerte die notwendige schriftliche Ausfuhrgenehmigung für den dauerhaften Standortwechsel in die Schweiz. Da das Fahrzeug rechtlich der Leasinggesellschaft gehört, konnte er den Wagen weder ordnungsgemäss importieren noch auf Schweizer Kontrollschilder ummelden.

Die Konsequenz war teuer: Er durfte das Auto in der Schweiz nicht weiterfahren und musste den Leasingvertrag vorzeitig auflösen. Im Nachhinein kostete ihn dieser Fehler deutlich mehr als ein früher Fahrzeugverkauf vor dem Umzug.

Autos unter 6 Monaten Vorbesitz (Formular 15.30): Hast du deinen Wagen erst kurz vor der Wohnsitzverlegung gekauft, gilt er beim Schweizer Zoll nicht als Übersiedlungsgut. In diesem Fall werden regulär 4 % Automobilsteuer sowie 8.1 % Schweizer Mehrwertsteuer fällig. Über die sogenannte Vormerkkarte (Formular 15.30) kann das Zollamt jedoch unter bestimmten Voraussetzungen eine Übergangsfrist von bis zu zwei Jahren gewähren.

CO2-Sanktionen bei Neuwagen: Liegt die Erstzulassung weniger als 12 Monate zurück und hat das Fahrzeug zusätzlich unter 5’000 km auf dem Tacho, prüft das Bundesamt für Energie vor der Schweizer Zulassung die CO2-Emissionen. Besonders bei leistungsstarken Fahrzeugen oder grossen SUVs können dadurch zusätzliche Kosten entstehen.

Praxisbeispiel: Auto erst 4 Monate vor dem Umzug gekauft

Fahrzeugwert: CHF 15’000
Besitzdauer vor dem Umzug: 4 Monate
Status: Kein Übersiedlungsgut

Automobilsteuer (4 %): CHF 600
Schweizer Mehrwertsteuer (8.1 %): CHF 1’215
Zollgebühren: ca. CHF 45

Zusätzliche Importkosten: rund CHF 1’860

Wäre dasselbe Fahrzeug bereits länger als 6 Monate auf dich zugelassen gewesen, hätten diese Abgaben beim Import als Übersiedlungsgut vollständig entfallen können.

Dieses Beispiel zeigt, weshalb die 6-Monats-Regel für deutsche Auswanderer so wichtig ist. Bereits bei einem durchschnittlichen Fahrzeug können knapp CHF 2’000 an zusätzlichen Importkosten entstehen. Je höher der Fahrzeugwert, desto stärker fällt dieser Unterschied aus.

Wenn dein Umzug bereits feststeht, solltest du den Kauf eines neuen Autos oder den Abschluss eines neuen Leasingvertrags deshalb gut überlegen. Mit etwas Planung lassen sich oft mehrere Tausend Franken sparen.

Wichtige Empfehlung vor dem Umzug: Kontaktiere bei einem Leasingfahrzeug vor der Wohnsitzverlegung zwingend deine Leasinggesellschaft und fordere eine schriftliche Genehmigung für die dauerhafte Ausfuhr in die Schweiz an. Wird diese verweigert, solltest du den Verkauf oder die Rückgabe des Fahrzeugs bereits vor deinem Umzug organisieren.

3. Schweizer Autoversicherung abschliessen: Stammnummer, SF-Klasse & Zulassung

Bevor du dein deutsches Auto beim kantonalen Strassenverkehrsamt vorführen und Schweizer Kontrollschilder erhalten kannst, benötigst du zwingend eine Schweizer Autoversicherung. Ohne gültige Haftpflichtversicherung ist keine Zulassung möglich.

Der Schlüssel zu diesem Prozess ist die 9-stellige Stammnummer, die du beim Zoll zusammen mit dem Prüfbericht Formular 13.20 A erhalten hast. Diese Nummer identifiziert dein Fahrzeug innerhalb des Schweizer Zulassungssystems.

Sobald du dich für einen Schweizer Versicherer entschieden hast, gibst du dort deine Stammnummer an. Die Versicherung übermittelt anschliessend den elektronischen Versicherungsnachweis (eVN) direkt an das zuständige Strassenverkehrsamt. Erst danach können deine Schweizer Kontrollschilder ausgestellt werden.

Aus meiner Erfahrung:
Viele deutsche Zuzügler kümmern sich erst wenige Tage vor dem Termin beim Strassenverkehrsamt um ihre Schweizer Autoversicherung. Deutlich entspannter ist es, die Police bereits im Voraus abzuschliessen. Sobald der elektronische Versicherungsnachweis hinterlegt wurde, läuft die spätere Zulassung meist wesentlich reibungsloser.
Schweizer Autoversicherung abschliessen mit Stammnummer und Versicherungsnachweis

Die drei Deckungsstufen in der Schweiz:

  • Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung: Gesetzlich vorgeschrieben und Voraussetzung für die Zulassung. Sie deckt Personen- und Sachschäden gegenüber Dritten ab.
  • Teilkaskoversicherung: Sinnvoll für die meisten Fahrzeuge. Sie schützt unter anderem vor Hagelschäden, Wildunfällen, Diebstahl, Glasbruch und Marderschäden.
  • Vollkaskoversicherung: Deckt zusätzlich selbstverschuldete Schäden am eigenen Fahrzeug ab. Besonders bei Neuwagen, Leasingfahrzeugen oder finanzierten Autos empfehlenswert.

Anders als in Deutschland erfolgt die Zulassung in der Schweiz grundsätzlich erst nach dem Versicherungsabschluss. Die Versicherung und das Strassenverkehrsamt tauschen die notwendigen Daten elektronisch aus, wodurch der Prozess deutlich einfacher abläuft.

Praxis-Tipp zur deutschen SF-Klasse:
Viele Deutsche verschenken nach ihrem Umzug unnötig Geld, weil sie ihre bisherige Schadenfreiheit nicht nachweisen können. Lass dir deshalb unbedingt vor dem Wegzug von deiner deutschen Versicherung eine schriftliche Rabattretentionsbestätigung bzw. einen Nachweis deiner schadenfreien Jahre ausstellen. Viele Schweizer Versicherer berücksichtigen diese bei der Prämienberechnung, wodurch du mehrere Hundert Franken pro Jahr sparen kannst.
Das Wichtigste in Kürze:
Ohne Schweizer Autoversicherung erhältst du keine Schweizer Kontrollschilder. Für den Abschluss benötigst du die Stammnummer aus dem Formular 13.20 A. Anschliessend meldet die Versicherung deinen elektronischen Versicherungsnachweis direkt beim Strassenverkehrsamt an.

4 Schweizer Autoversicherungen im Vergleich: Anbieter, Unterschiede zu DE & wichtige Kriterien

Wer ein Auto aus Deutschland in die Schweiz importiert, bemerkt schnell erhebliche Unterschiede im Versicherungssystem. Während in Deutschland das starre Schadenfreiheitsklassen-System (SF-Klassen) dominiert, arbeiten Schweizer Autoversicherer mit individuellen Prämienstufen oder Festpreisen.

Die wichtigsten Unterschiede zur deutschen KFZ-Versicherung:

  • Grobfahrlässigkeitsschutz: In der Schweiz der wichtigste Zusatzbaustein! Ohne diesen Verzicht auf Regress kann die Versicherung bei kleinen Fehlern (z. B. Überfahren einer gelb/roten Ampel oder Unachtsamkeit am Steuer) die Entschädigungssumme massiv kürzen.
  • Elementarschäden & Hagel: Unwetter mit schwerem Hagel sind in der Schweiz keine Seltenheit. Diese Risiken sind in der Teilkaskodeckung meist ohne oder mit sehr geringem Selbstbehalt abgesichert.
  • Parkschadendeckung: Schützt vor Dellen oder Kratzern durch unbekannte Dritte auf Parkplätzen – in Deutschland oft nur schwer bezahlbar, in der Schweiz als Zusatzmodul sehr beliebt.
  • Fahrzeugbezogener Schutz: Grundsätzlich ist in der Schweiz das Fahrzeug versichert. Du musst Gelegenheitsfahrer aus deinem Haushalt in der Regel nicht kostenintensiv namentlich eintragen lassen.
Meine persönliche Empfehlung: Warum sich Teilkasko & Vergleichen lohnen

Ich bin selbst bei der ELVIA (einer Direktversicherungstochter der Allianz) versichert und habe mich für mein Fahrzeug bewusst für eine solide Teilkaskoverdeckung entschieden. Ich zahle hierfür rund 670 CHF pro Jahr. Bei meinem Fahrzeug handelt es sich um ein BMW 320i Cabrio mit Erstzulassung 2010. Die nachfolgenden Rechenbeispiele bei den Versicherern basieren auf meinem Auto und sind daher nur Richtwerte.

Die Teilkasko ist in der Schweiz meiner Meinung nach der ideale "Sweet Spot" für abbezahlte Fahrzeuge: Du bist perfekt abgesichert gegen die typischen Schweizer Alltagsrisiken wie schwere Hagelschauer im Sommer, Tierschäden durch Marder sowie Steinschläge in der Windschutzscheibe – ohne die teuren Prämien einer Vollkasko zahlen zu müssen.

Mein Rat für Zuzügler: Bleib niemals jahrelang beim selben Vertrag hängen! Der Schweizer Versicherungsmarkt ist extrem dynamisch. Ein regelmässiger Prämienvergleich vor Ablauf der Kündigungsfrist bringt dir oft dreistellige Ersparnisse pro Jahr.

4 Etablierte Schweizer Autoversicherungen im Vergleich

Meine Empfehlung
ELVIA (Allianz)
ab ca. 670 CHF
Richtwert Teilkasko p.a.
Modell: Online-Direktversicherer
Grobfahrlässigkeit: Optional wählbar
Vorteil: Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis mit Allianz-Abwicklung im Schadensfall.
Digital & Flexibel
Smile Insurance
ab ca. 734CHF
Günstige Einstiegstarife
Modell: App-basiert / Digital
Grobfahrlässigkeit: Inklusive / Wählbar
Vorteil: Sehr schlanke Tarife, Steuerung per App und flexible, kurze Vertragslaufzeiten.
Marktführer CH
AXA Schweiz
ab ca. 799 CHF
Inklusive Kombi-Sparen
Modell: Service-Versicherer
Grobfahrlässigkeit: Schutzbaustein verfügbar
Vorteil: Riesiges Partner-Garagennetz. Gute Rabatte bei Kombi mit Privathaftpflicht.
Premium-Schutz
Zurich Schweiz
ab ca. 1015 CHF
Rundum-Sorglos Paket
Modell: Traditionsversicherer
Grobfahrlässigkeit: Schutzbaustein verfügbar
Vorteil: Exzellenter Kundenservice, schnelle Abwicklung bei Glasschäden & Pannenhilfe.

Kriterien-Vergleich für die Autoversicherung in der Schweiz

Kriterium / Feature ELVIA (Allianz) Smile Insurance AXA Schweiz Zurich Schweiz
Richtpreis Teilkasko (Mittelklasse) ca. 670 CHF / Jahr ca. 734 CHF / Jahr ca. 799 CHF / Jahr ca. 1000 CHF / Jahr
Anerkennung deutsche SF-Jahre Ja (Unfallfrei-Nachweis) Ja (Online-Abfrage) Ja (SF-Bestätigung) Ja (Verlaufserklärung)
Grobfahrlässigkeitsschutz Wählbar (Sehr empfohlen) Wählbar / Integrierbar Wählbar (Inkl. Bonusschutz) Wählbar Baustein
Hagel- & Marderdeckung In Teilkasko inkl. In Teilkasko inkl. In Teilkasko inkl. In Teilkasko inkl.
Vertragslaufzeit & Kündigung 1 Jahr (Standard) Monatlich kündbar 1 bis 3 Jahre wählbar 1 Jahr (Standard)
Elektronischer Nachweis (eVN) Sofort per Stammnummer Sofort digital Sofort per Stammnummer Sofort per Stammnummer
Checkliste vor dem Versicherungsabschluss: Fordere noch in Deutschland bei deiner bisherigen KFZ-Versicherung eine sogenannte Verlaufserklärung der Schadenfreiheit an. Schweizer Gesellschaften gewähren dir damit direkte Prämienabschläge. Achte beim Antrag zwingend darauf, den Grobfahrlässigkeitsschutz anzukreuzen – die geringe Mehrprämie schützt dich vor massiven Leistungskürzungen im Schadensfall.

Erfahre in meinem Versicherungs-Guide mehr über den Schweizer Haftpflicht- & Sachschutz.

4. MFK & Kontrollschilder: Der Weg zur Schweizer Nummerntafel

Nachdem das Fahrzeug am Zoll verzollt wurde und deine Schweizer Autoversicherung den elektronischen Versicherungsnachweis (eVN) übermittelt hat, folgt der finale behördliche Schritt: Die Immatrikulation und Abgabe der Schweizer Kontrollschilder.

Schweizer Vorschriften schreiben vor, dass du dein importiertes Fahrzeug spätestens innerhalb von 12 Monaten nach deinem offiziellen Zuzug ummelden musst. Für die Immatrikulation ist eine technische Fahrzeugprüfung – die sogenannte Motorfahrzeugkontrolle (MFK) – beim Strassenverkehrsamt deines Wohnkantons Pflicht.

Der Ablauf beim kantonale Strassenverkehrsamt:

  • MFK-Termin buchen: Du reichst den Prüfbericht 13.20 A (vom Zoll), deine ausländischen Fahrzeugpapiere und den Nachweis deiner Gemeindeanmeldung beim Strassenverkehrsamt ein. Daraufhin erhältst du ein Terminaufgebot zur Fahrzeugprüfung.
  • Fahrzeugprüfung absolvieren: Dein Auto wird auf Verkehrssicherheit, Bremsen, Beleuchtung sowie Abgas- und Lärmwerte geprüft. Bei neueren Autos mit EG-Übereinstimmungsbescheinigung (COC-Papier) verläuft die MFK sehr unkompliziert.
  • Schilderabgabe & Schweizer Fahrzeugausweis: Nach bestandener MFK gibst du deine bisherigen deutschen Nummernschilder ab und erhältst sofort deinen neuen Schweizer Fahrzeugausweis sowie deine kantonalen Kontrollschilder.
Wichtig für die Abmeldung in DE & Autobahn-Vignette:
Deine entwerteten deutschen Kennzeichen kannst du entweder direkt beim Strassenverkehrsamt abgeben (welche die deutsche Zulassungsstelle informiert) oder selbst zur Entwertung nach Deutschland schicken. Vergiss ausserdem nicht, direkt nach der Schilderübergabe die Schweizer E-Vignette (40 CHF) auf dein neues Schweizer Kennzeichen umzuregistrieren.

5. Führerschein umtauschen in der Schweiz: 12-Monats-Frist, Sehtest & Ablauf

Parallel zum Fahrzeugimport musst du als Zuzügler auch deine persönliche Fahrerlaubnis regeln. Dein deutscher EU-Führerschein ist nach der offiziellen Wohnsitzverlegung noch exakt 12 Monate in der Schweiz gültig.

Spätestens vor Ablauf des ersten Jahres musst du deinen ausländischen Führerausweis beim zuständigen kantonalen Strassenverkehrsamt gegen den Schweizer Kreditkarten-Führerausweis (FAK) umtauschen. Wer berufsmässig Schweizer Fahrzeuge führt (z. B. LKW oder Chauffeur), muss den Umtausch sogar vor der ersten Arbeitsfahrt erledigen.

Gute Nachricht für Inhaber von EU/EFTA-Führerscheinen: Für PKW (Kategorie B) und Motorräder (Kategorie A) erfolgt der Umtausch ohne praktische Fahrprüfung und ohne Theorieprüfung.

Schritt-für-Schritt zum Schweizer Führerausweis:

  1. Formular herunterladen: Drucke das "Gesuch um Umtausch eines ausländischen Führerausweises" deines Wohnkantons aus.
  2. Schweizer Sehtest absolvieren: Gehe zu einem anerkannten Schweizer Optiker (z. B. Fielmann, Visilab) und mache den Test. Der Optiker bestätigt das Testergebnis mit Stempel und Unterschrift direkt auf dem ausgedruckten Formular (Kosten: ca. 15 bis 20 CHF).
  3. Identität bestätigen lassen: Gehe mit dem Formular, einem aktuellen Passfoto, deinem Original-Führerschein und deinem Ausländerausweis zur Gemeinde / Einwohnerkontrolle oder direkt zum Strassenverkehrsamt.
  4. Postversand: Nach wenigen Tagen erhältst du deinen blauen Schweizer Führerausweis im Scheckkartenformat per Post (Kosten je nach Kanton: ca. 80 bis 150 CHF).
Achtung bei Verpassen der 12-Monats-Frist:
Verpasst du die Jahresfrist, erlischt deine Fahrberechtigung in der Schweiz automatisch. Wer danach weiterfährt, macht sich wegen Fahrens ohne gültigen Ausweis strafbar. Zudem kann das Strassenverkehrsamt bei verspäteter Einreichung eine kostenintensive Kontrollfahrt anordnen, um deine Fahrpraxis zu überprüfen.

6.Schritt-für-Schritt-Anleitung: Vom Zoll zum Schweizer Kennzeichen

Damit du beim Autoimport und der Ummeldung keinen wichtigen Behördenschritt vergisst, zeigt dir dieser 6-Schritte-Fahrplan die genaue zeitliche Abfolge – von der Grenzüberquerung bis zum Schweizer Nummernschild.

1

Unterlagen vorbereiten & Formular 18.44 ausfüllen

Stelle vor dem Umzugstag alle erforderlichen Papiere zusammen (deutscher Fahrzeugschein & Brief, Kaufvertrag, Abmeldebestätigung/Mietvertrag). Drucke das Formular 18.44 (Übersiedlungsgut) des Schweizer Zolls in zweifacher Ausfertigung aus und fülle es vollständig aus.

2

Grenzübertritt & Fahrzeugverzollung beim BAZG

Fahre am Umzugstag an eine besetzte Schweizer Zollstelle (während der Handelszeiten). Zeige das Formular 18.44 unaufgefordert vor. Das Zollpersonal stempelt deinen Antrag ab und stellt dir den zentralen Prüfbericht Formular 13.20 A mit deiner persönlichen Stammnummer aus.

3

Schweizer Autoversicherung abschliessen

Schliesse eine Schweizer Autoversicherung ab (z. B. Haftpflicht mit Teilkasko & Grobfahrlässigkeitsschutz). Gib beim Antrag deine 9-stellige Stammnummer an. Die Versicherung übermittelt daraufhin den elektronischen Versicherungsnachweis (eVN) direkt an dein kantonales Strassenverkehrsamt.

4

MFK-Termin beim Strassenverkehrsamt wahrnehmen

Melde dein Fahrzeug beim Strassenverkehrsamt deines Wohnkantons an und reiche den Prüfbericht 13.20 A ein. Absolviere die technische Motorfahrzeugkontrolle (MFK) zur Überprüfung der Verkehrssicherheit (innerhalb der 12-Monats-Frist).

5

Schweizer Kontrollschilder montieren & E-Vignette aktivieren

Nach bestandener MFK erhältst du deinen Schweizer Fahrzeugausweis und deine neuen Kontrollschilder. Gib deine entwerteten deutschen Kennzeichen ab und aktiviere sofort die Schweizer E-Vignette (40 CHF) für deine neue Nummerntafel.

6

Deutschen Führerschein umtauschen

Mache einen Schweizer Sehtest beim Optiker (ca. 15–20 CHF) und reiche das Umtauschgesuch zusammen mit deinem ausländischen Führerschein beim Strassenverkehrsamt ein. Nach wenigen Tagen erhältst du deinen Schweizer Führerausweis per Post.

Smarte Fristen-Regel im Alltag: Verzolle das Auto am Tag des Umzugs direkt an der Grenze. Schliesse die Versicherung innerhalb der ersten Wochen ab und vereinbare zeitnah den MFK-Termin. So erledigst du Schilderwechsel und Führerschein-Umtausch entspannt im ersten Halbjahr, ohne am Ende der 12-Monats-Frist unter Zeitdruck zu geraten.

7.Checkliste Autoimport Schweiz: 7 To-dos & Fristen für deutsche Zuzügler

Hake diese kompakte Checkliste nacheinander ab, um böse Überraschungen am Zoll, teure Steuer-Nachzahlungen und abgelaufene Fristen beim Strassenverkehrsamt zu vermeiden.

1. Vorbesitz & Leasingvertrag prüfen
Wurde das Auto mindestens sechs Monate vor der Wohnsitzverlegung im Ausland (auf dich) verwendet? Falls ja, ist es zollfrei. Geleaste Autos benötigen zwingend die schriftliche Ausfuhrgenehmigung der deutschen Bank.
2. Zolldokumente zusammenstellen
Halte das Formular 18.44 (für Übersiedlungsgut), deinen deutschen Fahrzeugbrief/Schein, Kaufvertrag, Identitätskarte sowie Arbeits-/Mietvertrag griffbereit.
3. Fahrzeugverzollung an der Grenze durchführen
Fahre am Umzugstag zu den Handels-Öffnungszeiten an den Zoll und melde den Wagen an. Das wichtigste Dokument, das du hier erhältst, ist der Prüfbericht Formular 13.20 A mit der Stammnummer.
4. Autobahnvignette sofort kaufen
Für die Nutzung der Schweizer Autobahnen musst du eine jährliche Abgabe in Höhe von 40 Schweizerfranken bezahlen. Sie ist ab der Grenze zwingend erforderlich (als Klebe- oder E-Vignette).
5. Schweizer Autoversicherung abschliessen
Schliesse eine Police (inkl. Grobfahrlässigkeitsschutz) unter Angabe der Stammnummer ab. Der Versicherer hinterlegt den Nachweis (eVN) dann elektronisch beim Strassenverkehrsamt.
6. MFK & Kontrollschilder wechseln (innerhalb 12 Monaten)
Spätestens nach einem Jahr musst du deinen Wagen mit schweizerischem Fahrzeugausweis und schweizerischen Kontrollschildern versehen. Vereinbare dafür rechtzeitig den MFK-Termin (technische Prüfung) beim kantonalen Strassenverkehrsamt.
7. Deutschen Führerschein umtauschen (innerhalb 12 Monaten)
Wer seit zwölf Monaten in der Schweiz wohnt, benötigt zwingend einen schweizerischen Führerausweis. Mache vorher den Optiker-Sehtest und reiche das Umtauschgesuch rechtzeitig ein.
Tipp für die erste Woche: Nimm direkt nach dem Einzug in dein neues Schweizer Zuhause Kontakt zu einer Autoversicherung auf und lege den Termin für die Motorfahrzeugkontrolle (MFK) nicht erst in den 11. Monat. So gehst du unnötigem Stress und drohenden Fristüberschreitungen aus dem Weg.

8. Kostenrechnung & Import-Gebühren: Was kostet ein Autoimport in die Schweiz?

Einfuhrkosten im direkten Vergleich

Die Kosten hängen massgeblich davon ab, ob dein Fahrzeug zollrechtlich als abgabenfreies Übersiedlungsgut anerkannt wird oder ob es als regulärer Import eingestuft wird. Der finanzielle Unterschied ist erheblich:

Situation MwSt. (8.1 %) Automobilsteuer (4 %) Zollgebühr Gesamtkosten (Ø)
Übersiedlungsgut
(mind. 6 Monate auf dich zugelassen)
CHF 0 CHF 0 CHF 0 CHF 0
Kein Übersiedlungsgut
(< 6 Monate Vorbesitz)
8.1 % des Fahrzeugwerts 4 % des Fahrzeugwerts ca. 0.3 % (Gebrauchtwagen) ca. 12–13 % des Fahrzeugwerts

Rechenbeispiel: Fahrzeug im Wert von CHF 15’000

Am folgenden Beispiel eines Fahrzeugs mit einem aktuellen Zeitwert von CHF 15’000 siehst du die genaue Kostenaufstellung im Vergleich:

Kostenposition Betrag
Mehrwertsteuer (8.1 % auf CHF 15’000) CHF 1’215
Automobilsteuer (4 % auf CHF 15’000) CHF 600
Zollgebühren (ca. 0.3 % auf CHF 15’000) CHF 45
Anmeldegebühren Strassenverkehrsamt (kantonal) ca. CHF 150–300
Technische Nachprüfung / MFK (falls erforderlich) ca. CHF 100–200
Total (ohne Übersiedlungsgut / Regulärer Import) ca. CHF 2’110–2’360
Total (mit Übersiedlungsgut / Formular 18.44) ca. CHF 250–500 (nur MFK & Zulassung)
Fazit & Ersparnis: Bei einem Fahrzeug im Wert von CHF 15’000 sparst du als qualifizierter Übersiedler exakt CHF 1’860 an reinen Steuerabgaben und Zollgebühren.

Wann lohnt sich der Mitnahme-Import? Der zollfreie Import über das Formular 18.44 lohnt sich bei einem Fahrzeugwert von CHF 15’000 enorm, da die verbleibenden kantonalen Gebühren für MFK und Schilder (ca. CHF 250–500) in keinem Verhältnis zur hohen Steuerersparnis stehen. Für die Begleichung anfallender Gebühren oder den laufenden Autounterhalt benötigst du zeitnah eine passende Schweizer Bankverbindung.

Fazit & meine persönliche Erfahrung: Die grössten Hürden beim Autoimport

Der Import des eigenen Fahrzeugs in die Schweiz ist für viele Auswanderer der bürokratischste Teil des gesamten Umzugs. Wer jedoch die 6-Monats-Regel für das abgabenfreie Übersiedlungsgut einhält und das Auto direkt am Grenzübergang korrekt deklariert, spart sich Tausende Franken an Steuern und Importgebühren.

Zwei Fristen sind dabei absolut heilig und dulden keinen Aufschub: Du hast ab dem Tag deiner offiziellen Wohnsitzverlegung exakt 12 Monate Zeit, um dein deutsches Auto beim Strassenverkehrsamt mit schweizerischen Kontrollschildern zu versehen und deinen EU-Führerschein umschreiben zu lassen.

Mein dringendster Rat: Unterschätze die Leasing-Falle nicht!
Wie in diesem Ratgeber erwähnt, habe ich das Drama hier bei mir direkt an der Grenze miterlebt: Ein Kollege wollte seinen Wagen aus dem benachbarten Konstanz mit nach Kreuzlingen nehmen und stand am Ende vor einer verweigerten Ausfuhrgenehmigung der deutschen Bank. Kläre bei einem Leasingvertrag zwingend vor der Vertragsunterschrift für die Schweizer Wohnung ab, ob das Auto überhaupt ausser Landes gebracht werden darf. Wenn nicht, bleibt oft nur die teure vorzeitige Vertragsauflösung.
Meine Autoversicherungs-Strategie in der Schweiz

Sobald du am Zoll die Stammnummer (Formular 13.20 A) in den Händen hältst, brauchst du zwingend eine Schweizer Versicherung, um überhaupt zur MFK zugelassen zu werden. Ich habe mich für meinen Wagen für die ELVIA (Allianz) mit Teilkaskodeckung entschieden und zahle dafür rund 670 CHF im Jahr.

Die Teilkasko ist hier aus meiner Sicht ein absolutes Muss: Schweizer Unwetter bringen regelmässig massiven Hagel mit sich, und auch Marderschäden sind in vielen Kantonen an der Tagesordnung. Ein Baustein, den du auf keinen Fall weglassen darfst, ist der Grobfahrlässigkeitsschutz.

Mein bester Tipp für deinen Geldbeutel: Der Schweizer Versicherungsmarkt ist hart umkämpft. Vergleiche die Tarife rechtzeitig vor Ablauf deines Vertragsjahres und zögere nicht zu wechseln. Oft lassen sich so mit wenigen Klicks hunderte Franken pro Jahr einsparen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Autoimport & Führerschein

Hier findest du die wichtigsten Antworten auf rechtliche und praktische Fragen für deutsche Zuzügler rund um Zoll, Autoversicherung, MFK und den Führerschein-Umtausch.

Wie lange darf ich mein deutsches Auto in der Schweiz fahren?
Du darfst dein in Deutschland zugelassenes Fahrzeug nach deiner offiziellen Wohnsitzverlegung in die Schweiz maximal 12 Monate nutzen. Innerhalb dieser Frist musst du den Wagen verzollt, die MFK absolviert und auf Schweizer Kontrollschilder umgemeldet haben.
Wann gilt mein Auto beim Zoll als abgabenfreies Übersiedlungsgut?
Dein Fahrzeug gilt als abgabenfreies Übersiedlungsgut, wenn du es vor deiner Wohnsitzverlegung in die Schweiz mindestens 6 Monate lang im Ausland auf deinen Namen zugelassen hattest. In diesem Fall entfallen die Schweizer Mehrwertsteuer (8.1 %) sowie die Automobilsteuer (4 %).
Was passiert, wenn ich ein geleastes Auto aus Deutschland mitnehme?
Geleaste Fahrzeuge gehören rechtlich der Leasingbank. Ohne eine schriftliche Ausfuhrgenehmigung der Bank für den dauerhaften Standortwechsel in die Schweiz darf das Auto weder verzollt noch immatrikuliert werden. Verweigert die Bank die Zustimmung, muss der Vertrag vorab ausgelöst oder das Auto verkauft werden.
Was ist die Stammnummer und woher bekomme ich sie?
Die 9-stellige Stammnummer ist dein zentraler Identifikationscode für das Auto in der Schweiz. Du erhältst sie direkt am Zoll bei der Einreise auf dem Prüfbericht Formular 13.20 A. Sie wird zwingend benötigt, um die Schweizer Autoversicherung und den elektronischen Versicherungsnachweis (eVN) einzurichten.
Muss ich meinen deutschen Führerschein in der Schweiz umschreiben lassen?
Ja. Dein deutscher EU-Führerschein ist in der Schweiz ab Wohnsitznahme noch 12 Monate gültig. Vor Ablauf dieser Frist musst du ihn beim kantonalen Strassenverkehrsamt in den Schweizer Scheckkarten-Führerausweis umtauschen (inklusive Sehtest beim Optiker, aber ohne praktische Fahrprüfung).
Werden meine deutschen Schadensfreiheitsklassen (SF-Klassen) in der Schweiz anerkannt?
Ja, die meisten Schweizer Autoversicherer erkennen unfallfreie Jahre aus Deutschland an. Besorge dir vor dem Umzug eine schriftliche Verlaufserklärung der Schadenfreiheit von deiner bisherigen deutschen Versicherung, um von Beginn an von günstigen Prämienstufen zu profitieren.
Warum ist der Grobfahrlässigkeitsschutz in der Schweiz so wichtig?
In der Schweiz können Versicherungen bei grober Fahrlässigkeit (z. B. kurzer Unachtsamkeit oder Überfahren einer rot-gelben Ampel) die Leistungen massiv kürzen oder Regress fordern. Der Einschluss des Grobfahrlässigkeitsschutzes schützt dich vor diesen teuren finanziellen Rückforderungen im Schadensfall.
Brauche ich für Schweizer Autobahnen eine spezielle Vignette?
Ja, für die Nutzung der Schweizer Autobahnen und Autostrassen ist die Autobahnvignette (CHF 40) ab Tag 1 Pflicht. Du kannst sie flexibel als E-Vignette online an dein neues Schweizer Kennzeichen knüpfen oder als klassische Klebevignette kaufen.
Robin Veit - Gründer von finanzstart.ch
Über den Autor
Robin Veit

Ich wohne selbst in Kreuzlingen direkt an der Schweizer Grenze und kenne den bürokratischen Aufwand beim Umzug aus eigener Erfahrung. Auf finanzstart.ch teile ich ungeschminkt die praktischen Lösungen, die mir und vielen anderen den Start im Schweizer Finanz- und Alltagsleben erleichtert haben. Mehr Details zu meiner Person findest du auf der Über-mich-Seite.

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